Fränkische Kirschen haben jetzt Hauptsaison (17.06.2022)

Fränkische Kirschen haben jetzt Hauptsaison! Während die Ernte der Frühkirschen in diesem Jahr in der ersten Juni-Woche einsetzte, werden ab jetzt bis etwa Mitte Juli die mittleren und späten Kirschsorten gepflückt. Diese Sorten sind besonders festfleischig und knackig. Wichtige Hauptsorten im fränkischen Anbaugebiet sind ‘Kordia‘ und ‘Regina‘.

In Franken werden ca. 600 ha Süßkirschen angebaut. Das sind über 90 Prozent der bayerischen Produktion. Schwerpunkte des Anbaus befinden sich in der Fränkischen Schweiz (Landkreis Forchheim), in den Gemeinden Sommerhausen und Leinach (Landkreis Würzburg), in Volkach (Landkreis Kitzingen) sowie rund um das mittelfränkische Spalt (Landkreis Roth). Kirschen werden zu einem großen Teil über die fränkischen Erzeugergenossenschaften in Igensdorf, Pretzfeld, Mittelehrenbach und Sommerhausen vermarktet. Daneben gibt es aber auch zahlreiche Obstbauern, die ihre Kirschen direkt ab Hof, an Straßenverkaufsständen oder auf Wochenmärkten anbieten.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat die Reife der Kirschen heuer mehr als 2 Wochen früher eingesetzt. Nachdem 2021 aufgrund von Starkniederschläge im Juni und Juli ein Großteil der Ernte durch Platzen vernichtet wurde, hoffen die Kirschbauern heuer auf stabiles Wetter während der Pflücksaison. Mengenmäßig wird dieses Jahr mit einer Ernte von etwa 3500-4000 t gerechnet.

Gegenüber der Importware aus südlichen Ländern haben fränkische Süßkirschen gewichtige Vorzüge aufzuweisen. Kurze Transportwege vom Erzeuger zum Verbraucher garantieren, neben einer positiven Ökobilanz, vor allem frische und vollausgereifte Früchte mit hervorragendem Aroma.

Abgesehen davon, daß sie gut schmecken, sind Kirschen auch sehr gesund und regelrechte Vitaminbomben. Sie liefern wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen, sowie die Vitamine B1, B2, B6 und C. Ernährungswissenschaftler empfehlen Kirschen auch wegen ihrer bioaktiven Inhaltsstoffe, die vorbeugend gegen Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen wirken.

Durchschnittlich verzehrt jeder Bundesbürger etwa 1 kg Süßkirschen pro Jahr.

Der Verbraucher sollte beim Kauf von Kirschen darauf achten, daß die Früchte voll entwickelt sind, denn sie reifen nicht nach.

Je grüner und glatter der Stiel der Süßkirschen ist, umso frischer ist die Ware. Die Früchte sollten eine feste, glatte Haut ohne Verletzungen aufweisen. Am besten werden Kirschen möglichst am Tag des Einkaufs gegessen oder verarbeitet. Im Kühlschrank sind sie etwa 3 Tage haltbar.

Neben dem Sofortverzehr eignen sich Kirschen auch hervorragend zum Einfrieren und können dann sogar noch im Winter zu leckeren Speisen weiterverarbeitet werden.

Welche Betriebe in der Region fränkische Kirschen anbieten, sowie weitere Informationen über den Obstbau in Franken unter: Mitglieder

Fränkische Kirschen sind jetzt reif
Kirschernte ist Handarbeit
'Regina' - ein Hauptsorte in Franken